Sonntag, 6. November 2016

Stefan


„Die Kreuze sind für meine Familie. Die würde ich gerne alle umbringen, aber das geht ja nicht. Ich versuche, die Gedanken in meinem Kopf anzuhalten. Das gelingt mir nicht. Egal, für mich sind die jedenfalls alle tot.“

Freitag, 28. Oktober 2016

Kati


„Früher habe ich Geige gespielt. Mit dem Job und allem habe ich irgendwann damit aufgehört. Das bereue ich schon etwas.“

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Yousof


„Ich respektiere jeden, und dabei ist mir völlig egal, woher jemand kommt oder was er glaubt. Das verstehe ich unter Menschlichkeit.“

Samstag, 15. Oktober 2016

Sophia


„Eigentlich bin ich blond, so nullachtfünfzehn-blond, aber damit fühle ich mich nicht wohl.“

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Ida


„Man muss nur gut genug tanzen können, dann ist das Eis egal.“

Sonntag, 25. September 2016

Josef


„Wir verbringen mehr Zeit bei der Arbeit als in der Freizeit, also muß das Leben auch während der Arbeit Spaß machen. Wenn es das nicht tut, muß man sich etwas anderes suchen. Das sage ich auch jeder Kellnerin, die mich schnoddrig bedient. In meinem Job umgebe ich mich nur mit Leuten, die Spaß daran haben. Sonst kann man es ja gleich vergessen.“

Donnerstag, 15. September 2016

Markus


„Früher habe ich jeden Tag zwei Flaschen Schnaps getrunken. Ich sage Dir, da kommt einfach nix gescheites bei raus. Ich hab ziemlich viel Scheiße gemacht und war ein paar Mal im Knast. Sicher habe ich versucht, aufzuhören, für Gott und die Welt hab ich versucht aufzuhören – für meine Frau, für meinen Sohn, für meine Eltern. Aber das habe ich alles nicht geschafft. Es finden sich halt doch immer wieder Gelegenheiten. Zum Beispiel kann die Frau ja auch nicht immer da sein, und dann säuft man doch wieder.

Am Ende war es dann ein bewaffneter Raubüberfall, und ich stand vor der Wahl, entweder mindestens 5 Jahre sitzen, oder eine Zwangstherapie machen. Mein Sohn war damals gerade mal fünf, da gab es für mich überhaupt kein Überlegen, ich habe die Therapie gewählt.

Die 15 Monate in der Therapie haben mir gut getan. Ich habe viel über mich selbst nachgedacht. Und dann wollte ich einfach nicht mehr. Ich wollte nicht für jemand anderen nicht mehr, ich wollte für mich selbst nicht mehr.

Das ist jetzt über zwei Jahre her. Und seitdem funktioniert das. Seitdem entwickeln sich die Dinge mit einem Mal in die richtige Richtung. Mein Sohn ist jetzt acht, und meine Tochter ein paar Monate alt.“

Dienstag, 16. August 2016

André


„Ich bin vor kurzem von einer fast einjährigen Reise zurückgekommen - von San Francisco aus bin ich die Pan Americana runter, immer weiter Richtung Süden. Irgendwann war ich dann in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Das war schon ein seltsames Gefühl, nach monatelanger Reise und vielen Hindernissen endlich am Ziel zu stehen. Die Straße geht dort nicht mehr weiter, es ist das Ende der Welt.“

Mittwoch, 3. August 2016

Jenny


„Ich denke, es ist wichtig, seinen Job nicht danach auszusuchen, wo man gut Kohle machen kann, sondern das zu tun, was man wirklich gerne macht. Früher war ich Arzthelferin, aber irgendwann habe ich gemerkt, daß es das nicht ist für mich. So bin ich dann vor acht Jahren Erzieherin geworden, und ich gehe jeden Morgen gerne zur Arbeit. Es ist schon richtig anstrengend, und ich freue mich dann immer über meinen Feierabend, aber ich habe den ganzen Tag Spaß, und genau so gehe ich auch nach Hause!“

Mittwoch, 20. Juli 2016

Joe


„Mit 19 oder 20 bin ich nach Fuerteventura und habe dort den Animateur gemacht. Das war schon irre, ich habe einen Haufen Geld damit verdient und gleich wieder alles auf den Kopf gehauen mit feiern und surfen. Das ging bloß ein Jahr, dann hatte ich auch genug davon, aber es war das coolste, was ich je gemacht habe.

Mittlerweile habe ich einen Sohn, der ist ein halbes Jahr alt. Natürlich muß ich da kürzer treten und mit surfen ist auch nichts mehr. Aber das ist alles schon sehr gut so, wie es ist. Trotzdem denke ich immer wieder gerne an dieses eine Jahr Vollgas auf Fuerteventura zurück.“

Freitag, 15. Juli 2016

Lorenzo


„Ich stamme aus Peru, habe aber in vielen Ländern gelebt. Mittlerweile bin ich schon lange in Deutschland, und ich bin gerne hier. Ich habe an den Deutschen immer diese direkte, ehrliche Art geschätzt. Da weißt du immer, woran du bist. Und ja, die berühmte Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit habe ich auch stets bewundert. In letzter Zeit beobachte ich aber, wie eine Ich-Bezogenheit Einzug hält. Erst kommt das Ich und danach eigentlich auch. Das macht mir Sorgen.“

Freitag, 8. Juli 2016

Alisa


„Jeder Mensch ist Liebe. Wir vergessen das nur manchmal.“

Sonntag, 26. Juni 2016

Herr S.


„Es ist bedauerlich, daß sich die Leute nicht mehr gut kleiden.“

Montag, 20. Juni 2016

Achim



„Ich mache die Tattoos nicht für andere oder um auf eine bestimmte Art rüberzukommen, ich mache das für mich. Die Freiheit, immer so zu sein, wie ich bin, die ist mir wichtig. Im Job bei der Stuttgarter Straßenbahn waren die Tattoos nie ein Thema. Die haben mich immer akzeptiert, auch als langsam immer mehr dazukamen.“

Sonntag, 5. Juni 2016

Ping


„Ich bin vor fünf Monaten für ein Studium aus China gekommen. Ich will meine späteren Chancen verbessern. Ob ich dann am Ende in China oder Deutschland oder woanders sein werde, ist mir egal. Momentan tue ich mich noch etwas schwer mit einigen Dingen hier. In China geht man zum Beispiel einfach ins Krankenhaus und wird behandelt. Hier braucht man einen Termin beim Arzt, und den scheint man immer erst in zwei Wochen zu bekommen.“